Agrobiodiversität

Die heutige Kulturlandschaft Mitteleuropas ist das Ergebnis aktueller und historischer Landnutzung, innerhalb derer die Landwirtschaft über Jahrtausende zur Erhaltung und Steigerung der biologischen Vielfalt beigetragen hat. Mit der Intensivierung und Umstrukturierungen der Landwirtschaft wurde in Agrarökosystemen ein Rückgang von Arten dokumentiert, der als negativer Einfluss auf Biodiversität angesehen wird (Kaule 1986, Kretschmer et al. 1987, BMU 2005). Analysen der Ursache-Wirkungs-Beziehungen sind aufgrund der hohen Komplexität der belebten Umwelt schwierig. Diese und weitere Effekte werden daher mit Umweltwirkungen erklärt, mit denen die Landwirtschaft in Verbindung gebracht wird (Bastian & Schreiber 1999, Geier 2000, Jessel & Tobias 2002). Aus der Vielzahl der Wirkungen wurden für den Indikator Biodiversität die wesentlichen Einflussgrößen auf die belebte Umwelt ausgewählt und in drei Wirkungsbereiche (Strukturen, Inputs und Maßnahmen) eingeteilt. Teilindikatoren innerhalb der Gruppen ermöglichen die Analyse und Bewertung des Betriebes wodurch der Einfluss im Agrarökosystem und somit das „Biodiversitätspotential“ beschrieben wird.

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